Chronische Entzündungen

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Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness


Entzündungen sind erst mal nichts Ungewöhnliches, sondern ganz natürliche Reaktionen unseres Immunsystems. Der Körper versucht so auf Krankheitserreger und Schadstoffe zu reagieren und diese zu beseitigen. Schwierig wird es, wenn dieser Prozess zu sehr außer Kontrolle gerät, dann entstehen Entzündungskrankheiten wie Rheuma. Weitere Krankheiten wie Diabetes oder Alzheimer werden begünstigt.

Was sind die Ursachen für Entzündungen im Körper?

Die Ursachen für akute Entzündungen, die krankmachen, sind vielfältig. Auslöser sind zum Beispiel Übergewicht, vor allem überschüssiges Bauchfett steht im Zusammenhang mit der Bildung von gefährlichen Entzündungsstoffen. Krankheitserreger beziehungsweise pathogene Mikroorganismen gehören auch dazu, ebenso wie Pollen oder Tierhaare. Dasselbe gilt für Autoimmunerkrankungen, wie Diabetes Typ 1 und Hashimoto-Thyreoiditis. Eine latente Azidose (Übersäuerung des Körpers) steht ebenfalls im Zusammenhang mit Entzündungen. Die Verbindung zur Übersäuerung wird hier bei einem der Auslöser für Arthritis (Entzündungen der Gelenke) vermutet. Einen gewissen Einfluss haben auch der Lebensstil und die Ernährung. So gibt es verschiedene Lebensmittel, welche Entzündungen fördern und solche, die Entzündungen hemmen. Ebenso ist ein Lebensstil mit zu viel Stress, zu wenig Schlaf und zu vielen Genussmitteln entzündungsförderlich. 

 

Was geschieht bei Entzündungen im Körper? Wann werden diese chronisch?

Fakt ist, unser Körper ist auf eine intakte Barriere angewiesen, was dazu führt, das im Hintergrund ein permanenter milder Entzündungsprozess abläuft. Diesen nehmen wir oftmals gar nicht wahr, zumindest im Idealfall. Erst wenn sich Rötungen, Schmerzen oder Schwellungen entwickeln, handelt es sich um eine klinische Entzündung. Gewebe, welches entzündet ist, produziert sogenannte freie Radikale, welche Schäden am Erbgut verursachen kann. Das wiederum kann zu schwerwiegenden Krankheitsbildern führen von der eine Krebserkrankung als mögliche Folge sein kann. Unser Immunsystem besteht aus Barrieren, die "hintereinander" geschaltet sind. Wenn Teile der ersten Verteidigungsstrategie nicht funktionieren, reagiert der Körper mit dem lernenden Immunsystem und der zweiten Barriere. Es gibt also in der Barriere eine Lücke - die chronischen Entzündungen entstehen aufgrund von Fehlern in der abdichtenden Funktion der Barrieren. 

Therapie chronischer Entzündungen

Krankheiten, die auf chronischen Entzündungen basieren, sind bislang nicht heilbar. Das Ziel ist in erster Linie die Kontrolle der Krankheit er erhalten und im besten Fall das Anhalten des Krankheitsprozesses. Entzündungsreaktionen können beispielsweise mit Kortison geblockt werden. Doch dies sollte keinesfalls eine Dauerlösung sein. Denn in dem Fall wären dadruch nur die Symptome unterdrückt, im Kern die Krankheit jedoch nicht behandelt. Besser wäre es, das Problem dort anzugehen, wo die Barriereschwäche auftritt. 

Entzündungshemmende Ernährung und gesunder Lebensstil

Die Ernährung steht im engen Zusammenhang mit Entzündungen. Im Allgemeinen ist sie die Basis für ein gesundes Leben und körperliches Wohlbefinden. Setzten Sie in erster Linie auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und nährstoffreiche Kost. Versuchen Sie verarbeitete Lebensmittel weitestgehend zu vermeiden, so reduzieren Sie Schad- und Reizstoffe. Außerdem sollten Sie ausreichend Wasser trinken, das führt zur Darmreinigung und Entschlackung. Natürlich ist dies auch für Ihre allgemeine Gesundheit wichtig.

Folgende Lebensmittel gelten als entzündungshemmend:

- Beerenfrüchte,

- grüne Gemüsesorten,

- Artischocken,

- Leinsamen,

- Tomaten,

- Zwiebeln,

- Knoblauch,

- Cranberrys,

- Olivenöl und

- Gewürze, wie Zimt, Ingwer Kurkuma oder Weihrauch.

Achten Sie zudem auf eine ausreichende Versorgung mit den Nährstoffen Magnesium und Vitamin D. 

 

Es ist ganz besonders wichtig, dass Sie Ihrem Körper ausreichend Zeit geben sich vollständig regenerieren zu können. Das gilt besonders für schwellende Entzündungen. Bei Schwellungen hilft es, die betroffene Stelle zu kühlen.

Bioverfügbar

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Von Vanessa Garmisch

Journalistin für Gesundheit, Beauty und Wellness



Bioverfügbarkeit - Was ist das?

In Zeiten, in denen gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel eine immer größere Rolle spielen, taucht auch der Begriff der Bioverfügbarkeit verstärkt auf. Wenn Sie wissen wollen, was es damit auf sich hat, finden Sie bei uns alle wichtigen Informationen.

Definition von Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit beschreibt den Grad der Absorption, mit dem verschiedene Stoffe vom Körper aufgenommen und verwertet werden können. Dabei kann es sich um Wirkstoffe bestimmter Medikamente, aber auch um Vitamine und Mineralstoffe oder aber sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe handeln. Auch die drei Grundbausteine unserer Nahrung, Proteine, Kohlenhydrate und Fette, gehören dazu. Wie gut diese und andere Stoffe bioverfügbar sind, hängt von der Zusammensetzung und Konsistenz der jeweiligen Lebensmittel und Nahrungsergänzungen ab. 

Welche Faktoren bedingen die Bioverfügbarkeit?

Der Weg eines Wirkstoffs bis in die Zelle ist lang und von vielen Faktoren abhängig. So können zwei Menschen den gleichen Wirkstoff zu sich nehmen und doch wird er nicht bei beiden zu gleichen Prozenten verwertet. Nach der Einnahme gelangt die jeweilige Substanz über den Mund zum Darm und wird dort über die Darmschleimhaut absorbiert und dem Blutkreislauf zugeführt. Je nach Stoff kommt aber nicht die volle Menge in der Zelle an. Teils wird die Substanz von Beginn nicht zu 100 Prozent freigesetzt, teils nicht ganz von der Darmschleimhaut aufgenommen. Weitere Stolpersteine auf dem Weg zur Zelle sind Proteine, die sich an den Wirkstoff binden und die Zufuhr zur Zelle verhindern. Auch wenn ein Wirkstoff von Grund auf vollständig bioverfügbar ist, muss dies nicht bei allen Menschen der Fall sein. Genetik, Stoffwechsel und Darmmilieu bedingen die Bioverfügbarkeit beträchtlich, weshalb Dosis und Anwendung eines Wirkstoffs stets individuell angepasst werden sollten. Zusätzlich haben auch das Alter, Vorerkrankungen sowie der persönliche Lebensstil einen Einfluss darauf, ob eine Substanz in ihrer vollen Dosis vom Organismus aufgenommen wird.

Was passiert, wenn Stoffe im Körper nicht bioverfügbar sind?

Ist die Bioverfügbarkeit im Körper eingeschränkt, können einzelne Wirkstoffe nur zum Teil oder gar aufgenommen werden. Konkret bedeutet das, dass Sie etwa Vitamin D einnehmen können, ohne dass es eine Wirkung zeigt, wenn es nicht in Fett gelöst wurde. Der Darm kann dann das Vitamin nicht aufnehmen und scheidet es praktisch ungenutzt wieder aus. Ähnliches gilt für Medikamente, deren wirksame Komponenten nicht ohne Begleitstoffe im Körper absorbiert werden können. Besteht eine Einschränkung der Bioverfügbarkeit, haben Sie schlicht nicht so viel von der Einnahme des jeweiligen Wirkstoffes.

Wie wichtig ist die Bioverfügbarkeit?

Ob bei vitaminreichem Obst und Gemüse oder Medikamenten - von allem, was wir zu uns nehmen, erhoffen wir uns eine möglichst gute Wirksamkeit. Fehlt etwa bei fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, D oder E das Fett in der Ernährung, können sie kaum ihren vollen Effekt erzielen. Gleiches gilt für Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die erst durch Wasser bioverfügbar werden. Darunter fallen Vitamin B, Vitamin C, Zink und Selen. Vielleicht haben Sie auch schon einmal davon gehört, dass bestimmte Medikamente oder Lebensmittel nicht miteinander kombiniert werden sollten. Andere hingegen begünstigen die Bioverfügbarkeit wechselseitig. So fördert etwa Vitamin C die Aufnahme von Eisen im Körper.

Bioverfügbarkeit ist daher keine Einbanhstraße. Achten Sie darauf, dass die Substanzen, die Sie Ihrem Körper zuführen eine hohe Bioverfügbarkeit besitzen und sorgen Sie auf der anderen Seite dafür, dass Sie selbst eine hohe Bioverfügbarkeit durch einen gesunden Stoffwechsel aufweisen. Wie Sie einen gesunden Stoffwechsel fördern können, verraten Ihnen unsere Blogs zum Thema "Soffwechsel", "Darm" und viele weitere Blogs. 

Blutdruck

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Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness


Das Blut versorgt Ihren Körper mit Nährstoffen, wichtigen Salzen und Sauerstoff. Gleichzeitig transportiert das Blut Stoffwechselprodukte und Kohlendioxid ab. Damit dieser Kreislauf funktioniert und alle Regionen Ihres Körpers erreicht werden, ist der Blutdruck als Folge Ihrer Pumpleistung Ihres Herzens ausschlaggebend. Die linke Herzkammer zieht sich zusammen und das Blut wird in die Hauptschlagader gepumpt. Dieser obere Blutdruckwert wird als "systolischer" Wert bezeichnet. Die Herzkammer entspannt sich wieder und füllt sich langsam mit Blut. Hier sprechen Ärzte vom "diastolischen" Blutdruck, also vom unterem Wert.

Wann ist der Blutdruck im Normalbereich?

Optimale Blutdruckwerte sind, wenn der systolische Wert 120 bis 129 mmHg* und der diastolische Wert zwischen 80 und 84 mmHg beträgt. Mediziner definieren Bluthochdruck - auch Hypertonie genannt - ab einem systolischen Wert von 140 mmHg und einen diastolischen Wert von 90 mmHg.

Volkskrankheit Hypertonie

Hoher Blutdruck verursacht lange Zeit keine Schmerzen. Unbehandelt hat die Hypertonie schwerwiegende Folgen. Bluthochdruck gilt in Europa als Volkskrankheit Nummer Eins. Hoher Druck bedeutet hohes Risiko. Die arterielle Hypertonie steigert das Risiko, an Arteriosklerose - umgangssprachlich besser als Aterienverkalkung bekannt - zu erkranken. Dadurch kommt es an der Innenschicht der Gefäße zur Einlagerung von Fett- und Kalkteilchen. Der Gefäßdurchmesser wird immer kleiner, die Elastizität der Gefäße geht zurück. Die Ablagerungen können irgendwann aufreißen und in den Blutstrom gespült werden. Ein Blutgerinnsel bildet sich und verschließt zur Gänze das Gefäß. Im schlimmsten Fall kommt es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie Schlaganfall und Herzinfarkt. 

Risikofaktoren für Bluthochdruck:

- Rauchen

- Alkohol

- Koffein

- Zu viel Salz in Fertigprodukten

- Erhöhter Blutzucker

- Übergewicht

- Zunehmendes Alter

- Körperliche Inaktivität

- Herzgefäßerkrankungen in der Familie

- Psychosozialer Stress

- Niedriges HDL-Cholesterin

- Hohes LDL-Cholesterin

Verschiedene Hypertonieformen

Unterschieden wird zwischen der primären oder essentiellen Hypertonie - deren Entstehung oft ungeklärt ist - und der sekundären, der organgebundenen Hypertonie. Bei der sekundären Hypertonie besteht eine auslösende Erkrankung oder Veränderung bestimmter Organe, wie beispielsweise Erkrankungen der Nieren, des Herzens, der Gefäße oder Hormonstörungen.

 

Wenn der Druck zu niedrig ist

Ein Blutdruckwert unterhalb von 100/60 mmHg wird als "Hypotonie" bezeichnet. Wie beim Bluthochdruck (Hypertonie), wird auch bei der Hypotonie zwischen einer primären und der sekundären Hypotonie unterschieden. Als dritte Art ist die "orthostatische" Hypotonie bekannt. Dabei kommt es zum Absacken des Blutes in die Beine beim Übergang vom Liegen zum Stehen. Typische Symptome sind Schwindel, Kopfschmerzen und kalte Füße sowie Hände.

Blutdruck auf natürliche Weise normalisieren

Fast jeder zweite Herzinfarkt oder Schlaganfall könnte verhindert werden, wenn der Blutdruck regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf behandelt würde. Sie selbst können mit einem gesunden Lebensstil, mit viel Bewegung, einer ausgewogenen, salzreduzierten Ernährung und eventuell einer Reduktion des Körpergewichtes einen wertvollen Beitrag für Ihre Gesundheit leisten.

 

 

 

* mmHG : Der Blutdruck wird in der Einheit „Millimeter Quecksilbersäule“ gemessen, abgekürzt mmHg. Die Messwerte werden stets paarweise angegeben. Dabei steht der höhere systolische Wert vorn und der niedrigere diastolische Wert hinten. einen diastolischen Blutdruck von 88 mmHg.

 

Vitamin D

Blogbeitrag zum Nachhören

Von Susanna Hallruth

Gesundheitsbloggerin und Ökotrophologie (B.Sc.)

Vitamin D - Natürlicher Schutz der Zellen aller Organe

In den westlichen Industrienationen leiden unzählige Menschen - Erwachsene wie Kinder - an einem chronischen Vitamin D Mangel. Der Körper kann diese hormonähnliche Substanz aus Sonnenlicht und Cholesterin selbst synthetisieren. Um ausreichende Mengen des Sonnenvitamins bilden zu können, muss allerdings regelmäßig UV-Licht auf die nackte Haut einwirken. Da viele Menschen durch moderne Lebens- und Arbeitsgewohnheiten heute nur wenig Zeit an der frischen Luft verbringen, zählt der Vitamin D Mangel zu den am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Gefahren. Nur mit ausreichenden Mengen des Sonnenvitamins ist der Organismus in der Lage, alle lebensnotwendigen Zellfunktionen aufrecht zu erhalten. Ohne Vitamin D sind die Einlagerung der Mineralstoffe in Knochen und Zähnen, die Abwehrmechanismen der Immunzellen und die Gesundheit aller Organe beeinträchtigt. Ein chronischer Vitamin D Mangel manifestiert sich zunächst in einer hohen Infektanfälligkeit, leichten Depressionen, Karies, Parodontose oder einem erhöhten Blutdruck. Unbehandelt begünstigt er die Entstehung unterschiedlicher schwerwiegender Erkrankungen, die mitunter lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Menschen, die langfristig zu wenig Vitamin D im Blut haben, sind einem hohen Risiko ausgesetzt, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Parkinson oder Alzheimer zu entwickeln. Schlaganfälle, Herzinfarkte, Muskelschwächen und Niereninsuffizienz können als Folge eines chronischen Mangels ebenfalls auftreten. Wissenschaftler, die in der Krebsforschung tätig sind, machen in den letzten Jahren vermehrt auf die nachweislich positive Wirkung von Vitamin D in der Prävention von bösartigen Zellwucherungen und Tumorwachstum aufmerksam. Bei Kindern bringen Mediziner den weit verbreiteten Vitamin D Mangel mit einer deutlichen Zunahme von Störungen des autistischen Spektrums sowie Allergien und Entwicklungsstörungen in Zusammenhang. Auch die psychische Gesundheit kann langfristig einen erheblichen Schaden nehmen, wenn dem Körper Vitamin D nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Neben Depressionen steigt mit einem Mangel auch das Risiko für Angstzustände und Persönlichkeitsstörungen wie Schizophrenie.

Vitamin D3 - lebenswichtiger Nährstoff zum Schutz vor degenerativen Erkrankungen

Da heute sowohl ganzheitliche Mediziner als auch Schulmediziner und Wissenschaftler in der Krebsforschung die bahnbrechenden Erkenntnisse über die positive Wirkung von Vitamin D anerkennen, ist der Bedarf von Präparaten mit diesem Nährstoff in den letzten zehn Jahren um über sechshundert Prozent gestiegen. Als besonders wirksam erweist sich Vitamin D3, da es dieselbe chemische Struktur aufweist wie das vom Körper aus Sonnenlicht selbst synthetisierte Hormon. Im Gegensatz zu Vitamin D2 müssen Vitamin D3 Tropfen vom menschlichen Organismus nicht erst umgewandelt werden. Sie können direkt nach der Aufnahme im Rahmen der Zellstoffwechselprozesse optimal verwertet werden. Hochwertige Präparate mit Vitamin D3 sind jenen auf Basis von Vitamin D2 daher deutlich überlegen.

Gibt es auch rein pflanzliche Vitamin D3 Tropfen?

Nahezu alle Präparate auf Basis von Vitamin D3 werden aus Produkten tierischer Herkunft gewonnen. Wollfett und verschiedene Fischerzeugnisse dienen als Ausgangsstoffe für die Extraktion von Vitamin D3. Menschen, die vegan leben, stehen daher vor der großen Herausforderung, eine rein pflanzliche Alternative zu finden. Die gute Nachrricht für Veganer*innen ist, den zellschützenden Wirkstoff aus Flechten zu gewinnen. Dabei handelt es sich nicht um eigenständige Organismen, sondern um Algen, die als Symbiose-Partner von Pilzen auftreten. Die Flechten erzeugen durch Photosynthese verschiedene Stoffwechselprodukte, die der Pilz nicht selbst herstellen kann. Sie geben diese an den Pilz weiter, der sie im Gegenzug mit Wasser und verschiedenen Nährstoffen versorgt. Aus den Algen kann rein pflanzliches Vitamin D3 extrahiert werden, in für den Menschen vegan bioverfügbarer Form.

Welche Dosierung von Vitamin D3 wird empfohlen?

Eine hochdosierte Einnahme in der Anfangstherapie bei einem klinisch diagnostizierten Mangel sollte immer kurzfristig über wenige Wochen hinweg erfolgen. In einer im Jahr 2011 veröffentlichten Publikation spricht sich US-amerikanische Endocrine Society für eine Dosierung von bis zu zehntausend IE pro Tag aus, was einer Einnahme bei flüssigem Vitamin D von zehn Tropfen entspricht. Die Dosierung im Rahmen der Erhaltungstherapie hingegen richtet sich nach dem Körpergewicht. Der Bedarf wird bei einem durchschnittlichen Erwachsenen mit fünfzig IE je Kilogramm Gewicht angegeben. Die Endocrine Society empfiehlt eine Einnahme von zweitausend IE, also zwei Tropfen bei flüssigem Vitamin D täglich, um den Blutspiegel dauerhaft zu erhöhen und dadurch einem Mangel wirksam vorzubeugen. Eine von Forschern der University of California sowie der Creighton University verfasste und von der Anticancer Research Fachzeitschrift publizierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass durchschnittliche Erwachsene zwischen vier- und achttausend IE Vitamin D3 täglich einnehmen sollten, um das individuelle Risiko für degenerative Erkrankungen langfristig zu minimieren. Für die Krebsforschung ist diese Studie vor allem bedeutsam, da sie zeigen konnte, dass die Dosierung von vier bis acht Tropfen täglich das Risiko für Dickdarmkrebs und Brustkrebs um bis zu fünfzig Prozent verringern kann.

Optimale Wirksamkeit von Vitamin D3

Flüssiges Vitamin D enthält Trägeröl, so kann das fettlösliche Vitamin D3 seine Wirkungsweise im Körper optimal entfalten. Durch deren Zusammensetzung ist es im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten nicht zwingend notwendig, die Tropfen gleichzeitig mit einer Mahlzeit einzunehmen. Für ein verbessertes allgemeines Wohlbefinden und den Erhalt der Gesundheit von Knochen, Muskeln und Nerven empfehlen Experten die Einnahme von Vitamin D3 in Kombination mit Magnesium und Vitamin K2. Dies unterstützt einen optimalen Fluss von Calcium und erhöht die zellschützende Wirkung von Vitamin D auf alle Organsysteme. Menschen, die regelmäßig blutverdünnende Arzneistoffe einnehmen, sollten im Vorfeld ihren behandelnden Arzt konsultieren, um mögliche Wechselwirkungen mit Vitamin D zu vermeiden.

Unser Stoffwechsel

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Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness

Grundbaustein aller lebenswichtigen Vorgänge im menschlichen Körper

Der menschliche Stoffwechsel, oder auch Metabolismus genannt, hält Ihren Körper am Leben. Aber wie genau funktioniert der Stoffwechsel, welche Aufgaben muss er erfüllen und wie sorgt man besten dafür, dass er funktionsfähig bleibt? Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte zum Thema Stoffwechsel erklärt und wie Sie am besten erkennen können, ob Sie einen gesunden Stoffwechsel haben.

Definition von Stoffwechsel

Oftmals wird der menschliche Stoffwechsel als der Prozess verstanden, der einen dünn oder dick werden lässt. Im alltäglichen Gebrauch ist das nicht falsch, aber der Stoffwechsel kann noch viel mehr. Der Stoffwechsel ist beinahe für alle biochemischen Vorgänge verantwortlich, die in einem Organismus ablaufen. Dabei werden Stoffe aufgenommen, beispielsweise durch Nahrung, transportiert und in Endprodukte umgewandelt. Das wäre beispielsweise unsere Energie. Die Steuerung des Stoffwechsels übernehmen dabei Enzyme, Hormone und Nährstoffe.

Was ist der Unterschied zwischen anabolem Stoffwechsel und katabolem Stoffwechsel?

Durch diese beiden Arten kann der gesamte menschliche Stoffwechsel beschrieben werden. Der anabole Stoffwechsel zeichnet sich aus durch Reaktionen, die unter Energieverbrauch körpereigene Stoffe aufbauen. Damit wird also etwas erschaffen. Der katabole Stoffwechsel hingegen sorgt für den Abbau von chemisch komplexen Nahrungsstoffen, die Energie liefern sollen. Damit sind beispielsweise die Ernährung und Verdauung gemeint, die für die Energieversorgung im Körper verantwortlich sind.

Wie funktioniert der Stoffwechsel bei gesunden Menschen?

Zunächst muss Nahrung vom Menschen aufgenommen werden, welche in die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine und Mineralien eingeteilt werden können. Dabei ist jeder dieser Nährstoffe für andere Prozesse im Körper verantwortlich, weshalb eine ausgewogene Ernährung so wichtig ist. Eiweiße bestehen aus essenziellen Aminosäuren, die teilweise vom Körper selbst hergestellt werden, teilweise aber auch supplementiert werden müssen. Aminosäuren sind wichtig für den Stoffwechsel, da daraus ein Großteil der Energie gewonnen wird. Man sollte in etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Körpergewicht täglich zu sich nehmen, um den Aminosäure-Spiegel optimal zu halten. Nach der Verwendung des eingenommenen Eiweißes, entsteht Ammoniak, welcher als ungiftiger Harnstoff durch den Urin ausgeschieden wird. Vitamine sind essenzielle Stoffe für einen gesunden Stoffwechsel und ein gesundes Immunsystem. Es wird unterschieden zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen. Vor allem Vitamin E, D, K und A sind wichtig, da sie bei der Proteinsynthese beteiligt sind, also der Verarbeitung von Eiweiß. Mineralien und Spurenelemente sind wichtig für gesunde Knochen und den Blutstoffwechsel, somit sollte hierbei ebenfalls darauf geachtet werden, dass genügend davon eingenommen wird. Eine Überdosierung bei Vitaminen und Mineralien ist sehr unwahrscheinlich, da überschüssige Nährstoffe und deren Reststoffe vom Körper ausgeschieden werden.

Was passiert mit dem Stoffwechsel bei kranken Menschen?

Eine Störung des Stoffwechsels kann vielfältige Gründe haben. Es gibt angeborene Störungen, aber auch erworbene, die beispielsweise durch Drogen oder Alkohol verursacht wurden. Bei längerfristigen Stoffwechselstörungen wird das Immunsystem geschwächt und die Vitalität nimmt ab. Es gibt verschiedene Symptome, die sich dabei äußern. Im Folgenden sind die häufigsten aufgelistet:

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Allgemeine Erschöpfung
  • Schwindel und Kreislaufbeschwerden

Selbstverständlich sind die Symptome kein Ersatz für einen ärztlichen Befund. Sollten allerdings einige von diesen Symptomen auf Sie zutreffen, sollten Sie sich bei einem Arzt testen lassen, um mögliche Spätfolgen zu vermeiden.

Wie kann man eigenen Stoffwechsel ankurbeln?

Es gibt einige Aspekte, wie beispielsweise eine ausgewogene Ernährung oder ein gesunder Lebensstil, die die Funktionen Ihres Stoffwechsels unterstützen können. Sie sollten täglich genügend Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Kaltes Wasser ist optimal für die Stoffwechselanregung, da der Körper mehr Energie aufwenden muss, um es auf Körpertemperatur zu erwärmen. Grüner Tee ist ebenfalls sehr gut geeignet weil es bei der Fettverbrennung hilft. Natürlich sollten Sie Sport nicht unterschätzen, körperliche Betätigung den Stoffwechsel ankurbelt. Eine Kombination aus Krafttraining oder Cardio ist besonders empfehlenswert. Zu guter Letzt sollten Sie Ihre Schlafqualität überprüfen. Bei unregelmäßigem oder schlechtem Schlaf wird der Körper in einen Stresszustand versetzt, wodurch vermehrt Cortisol ausgeschüttet wird. Dies verhindert die Fettverbrennung und Ihr Stoffwechsel wird langsamer.