Bioverfügbar

BLOGBEITRAG ZUM NACHHÖREN

Von Vanessa Garmisch

Journalistin für Gesundheit, Beauty und Wellness



Bioverfügbarkeit - Was ist das?

In Zeiten, in denen gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel eine immer größere Rolle spielen, taucht auch der Begriff der Bioverfügbarkeit verstärkt auf. Wenn Sie wissen wollen, was es damit auf sich hat, finden Sie bei uns alle wichtigen Informationen.

Definition von Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit beschreibt den Grad der Absorption, mit dem verschiedene Stoffe vom Körper aufgenommen und verwertet werden können. Dabei kann es sich um Wirkstoffe bestimmter Medikamente, aber auch um Vitamine und Mineralstoffe oder aber sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe handeln. Auch die drei Grundbausteine unserer Nahrung, Proteine, Kohlenhydrate und Fette, gehören dazu. Wie gut diese und andere Stoffe bioverfügbar sind, hängt von der Zusammensetzung und Konsistenz der jeweiligen Lebensmittel und Nahrungsergänzungen ab. 

Welche Faktoren bedingen die Bioverfügbarkeit?

Der Weg eines Wirkstoffs bis in die Zelle ist lang und von vielen Faktoren abhängig. So können zwei Menschen den gleichen Wirkstoff zu sich nehmen und doch wird er nicht bei beiden zu gleichen Prozenten verwertet. Nach der Einnahme gelangt die jeweilige Substanz über den Mund zum Darm und wird dort über die Darmschleimhaut absorbiert und dem Blutkreislauf zugeführt. Je nach Stoff kommt aber nicht die volle Menge in der Zelle an. Teils wird die Substanz von Beginn nicht zu 100 Prozent freigesetzt, teils nicht ganz von der Darmschleimhaut aufgenommen. Weitere Stolpersteine auf dem Weg zur Zelle sind Proteine, die sich an den Wirkstoff binden und die Zufuhr zur Zelle verhindern. Auch wenn ein Wirkstoff von Grund auf vollständig bioverfügbar ist, muss dies nicht bei allen Menschen der Fall sein. Genetik, Stoffwechsel und Darmmilieu bedingen die Bioverfügbarkeit beträchtlich, weshalb Dosis und Anwendung eines Wirkstoffs stets individuell angepasst werden sollten. Zusätzlich haben auch das Alter, Vorerkrankungen sowie der persönliche Lebensstil einen Einfluss darauf, ob eine Substanz in ihrer vollen Dosis vom Organismus aufgenommen wird.

Was passiert, wenn Stoffe im Körper nicht bioverfügbar sind?

Ist die Bioverfügbarkeit im Körper eingeschränkt, können einzelne Wirkstoffe nur zum Teil oder gar aufgenommen werden. Konkret bedeutet das, dass Sie etwa Vitamin D einnehmen können, ohne dass es eine Wirkung zeigt, wenn es nicht in Fett gelöst wurde. Der Darm kann dann das Vitamin nicht aufnehmen und scheidet es praktisch ungenutzt wieder aus. Ähnliches gilt für Medikamente, deren wirksame Komponenten nicht ohne Begleitstoffe im Körper absorbiert werden können. Besteht eine Einschränkung der Bioverfügbarkeit, haben Sie schlicht nicht so viel von der Einnahme des jeweiligen Wirkstoffes.

Wie wichtig ist die Bioverfügbarkeit?

Ob bei vitaminreichem Obst und Gemüse oder Medikamenten - von allem, was wir zu uns nehmen, erhoffen wir uns eine möglichst gute Wirksamkeit. Fehlt etwa bei fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin A, D oder E das Fett in der Ernährung, können sie kaum ihren vollen Effekt erzielen. Gleiches gilt für Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, die erst durch Wasser bioverfügbar werden. Darunter fallen Vitamin B, Vitamin C, Zink und Selen. Vielleicht haben Sie auch schon einmal davon gehört, dass bestimmte Medikamente oder Lebensmittel nicht miteinander kombiniert werden sollten. Andere hingegen begünstigen die Bioverfügbarkeit wechselseitig. So fördert etwa Vitamin C die Aufnahme von Eisen im Körper.

Bioverfügbarkeit ist daher keine Einbanhstraße. Achten Sie darauf, dass die Substanzen, die Sie Ihrem Körper zuführen eine hohe Bioverfügbarkeit besitzen und sorgen Sie auf der anderen Seite dafür, dass Sie selbst eine hohe Bioverfügbarkeit durch einen gesunden Stoffwechsel aufweisen. Wie Sie einen gesunden Stoffwechsel fördern können, verraten Ihnen unsere Blogs zum Thema "Soffwechsel", "Darm" und viele weitere Blogs. 

Vitamin D

Blogbeitrag zum Nachhören

Von Susanna Hallruth

Gesundheitsbloggerin und Ökotrophologie (B.Sc.)

Vitamin D - Natürlicher Schutz der Zellen aller Organe

In den westlichen Industrienationen leiden unzählige Menschen - Erwachsene wie Kinder - an einem chronischen Vitamin D Mangel. Der Körper kann diese hormonähnliche Substanz aus Sonnenlicht und Cholesterin selbst synthetisieren. Um ausreichende Mengen des Sonnenvitamins bilden zu können, muss allerdings regelmäßig UV-Licht auf die nackte Haut einwirken. Da viele Menschen durch moderne Lebens- und Arbeitsgewohnheiten heute nur wenig Zeit an der frischen Luft verbringen, zählt der Vitamin D Mangel zu den am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Gefahren. Nur mit ausreichenden Mengen des Sonnenvitamins ist der Organismus in der Lage, alle lebensnotwendigen Zellfunktionen aufrecht zu erhalten. Ohne Vitamin D sind die Einlagerung der Mineralstoffe in Knochen und Zähnen, die Abwehrmechanismen der Immunzellen und die Gesundheit aller Organe beeinträchtigt. Ein chronischer Vitamin D Mangel manifestiert sich zunächst in einer hohen Infektanfälligkeit, leichten Depressionen, Karies, Parodontose oder einem erhöhten Blutdruck. Unbehandelt begünstigt er die Entstehung unterschiedlicher schwerwiegender Erkrankungen, die mitunter lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Menschen, die langfristig zu wenig Vitamin D im Blut haben, sind einem hohen Risiko ausgesetzt, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Parkinson oder Alzheimer zu entwickeln. Schlaganfälle, Herzinfarkte, Muskelschwächen und Niereninsuffizienz können als Folge eines chronischen Mangels ebenfalls auftreten. Wissenschaftler, die in der Krebsforschung tätig sind, machen in den letzten Jahren vermehrt auf die nachweislich positive Wirkung von Vitamin D in der Prävention von bösartigen Zellwucherungen und Tumorwachstum aufmerksam. Bei Kindern bringen Mediziner den weit verbreiteten Vitamin D Mangel mit einer deutlichen Zunahme von Störungen des autistischen Spektrums sowie Allergien und Entwicklungsstörungen in Zusammenhang. Auch die psychische Gesundheit kann langfristig einen erheblichen Schaden nehmen, wenn dem Körper Vitamin D nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Neben Depressionen steigt mit einem Mangel auch das Risiko für Angstzustände und Persönlichkeitsstörungen wie Schizophrenie.

Vitamin D3 - lebenswichtiger Nährstoff zum Schutz vor degenerativen Erkrankungen

Da heute sowohl ganzheitliche Mediziner als auch Schulmediziner und Wissenschaftler in der Krebsforschung die bahnbrechenden Erkenntnisse über die positive Wirkung von Vitamin D anerkennen, ist der Bedarf von Präparaten mit diesem Nährstoff in den letzten zehn Jahren um über sechshundert Prozent gestiegen. Als besonders wirksam erweist sich Vitamin D3, da es dieselbe chemische Struktur aufweist wie das vom Körper aus Sonnenlicht selbst synthetisierte Hormon. Im Gegensatz zu Vitamin D2 müssen Vitamin D3 Tropfen vom menschlichen Organismus nicht erst umgewandelt werden. Sie können direkt nach der Aufnahme im Rahmen der Zellstoffwechselprozesse optimal verwertet werden. Hochwertige Präparate mit Vitamin D3 sind jenen auf Basis von Vitamin D2 daher deutlich überlegen.

Gibt es auch rein pflanzliche Vitamin D3 Tropfen?

Nahezu alle Präparate auf Basis von Vitamin D3 werden aus Produkten tierischer Herkunft gewonnen. Wollfett und verschiedene Fischerzeugnisse dienen als Ausgangsstoffe für die Extraktion von Vitamin D3. Menschen, die vegan leben, stehen daher vor der großen Herausforderung, eine rein pflanzliche Alternative zu finden. Die gute Nachrricht für Veganer*innen ist, den zellschützenden Wirkstoff aus Flechten zu gewinnen. Dabei handelt es sich nicht um eigenständige Organismen, sondern um Algen, die als Symbiose-Partner von Pilzen auftreten. Die Flechten erzeugen durch Photosynthese verschiedene Stoffwechselprodukte, die der Pilz nicht selbst herstellen kann. Sie geben diese an den Pilz weiter, der sie im Gegenzug mit Wasser und verschiedenen Nährstoffen versorgt. Aus den Algen kann rein pflanzliches Vitamin D3 extrahiert werden, in für den Menschen vegan bioverfügbarer Form.

Welche Dosierung von Vitamin D3 wird empfohlen?

Eine hochdosierte Einnahme in der Anfangstherapie bei einem klinisch diagnostizierten Mangel sollte immer kurzfristig über wenige Wochen hinweg erfolgen. In einer im Jahr 2011 veröffentlichten Publikation spricht sich US-amerikanische Endocrine Society für eine Dosierung von bis zu zehntausend IE pro Tag aus, was einer Einnahme bei flüssigem Vitamin D von zehn Tropfen entspricht. Die Dosierung im Rahmen der Erhaltungstherapie hingegen richtet sich nach dem Körpergewicht. Der Bedarf wird bei einem durchschnittlichen Erwachsenen mit fünfzig IE je Kilogramm Gewicht angegeben. Die Endocrine Society empfiehlt eine Einnahme von zweitausend IE, also zwei Tropfen bei flüssigem Vitamin D täglich, um den Blutspiegel dauerhaft zu erhöhen und dadurch einem Mangel wirksam vorzubeugen. Eine von Forschern der University of California sowie der Creighton University verfasste und von der Anticancer Research Fachzeitschrift publizierte Studie kam zu dem Ergebnis, dass durchschnittliche Erwachsene zwischen vier- und achttausend IE Vitamin D3 täglich einnehmen sollten, um das individuelle Risiko für degenerative Erkrankungen langfristig zu minimieren. Für die Krebsforschung ist diese Studie vor allem bedeutsam, da sie zeigen konnte, dass die Dosierung von vier bis acht Tropfen täglich das Risiko für Dickdarmkrebs und Brustkrebs um bis zu fünfzig Prozent verringern kann.

Optimale Wirksamkeit von Vitamin D3

Flüssiges Vitamin D enthält Trägeröl, so kann das fettlösliche Vitamin D3 seine Wirkungsweise im Körper optimal entfalten. Durch deren Zusammensetzung ist es im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten nicht zwingend notwendig, die Tropfen gleichzeitig mit einer Mahlzeit einzunehmen. Für ein verbessertes allgemeines Wohlbefinden und den Erhalt der Gesundheit von Knochen, Muskeln und Nerven empfehlen Experten die Einnahme von Vitamin D3 in Kombination mit Magnesium und Vitamin K2. Dies unterstützt einen optimalen Fluss von Calcium und erhöht die zellschützende Wirkung von Vitamin D auf alle Organsysteme. Menschen, die regelmäßig blutverdünnende Arzneistoffe einnehmen, sollten im Vorfeld ihren behandelnden Arzt konsultieren, um mögliche Wechselwirkungen mit Vitamin D zu vermeiden.

Entgiftung

Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness

Entgiftungskuren - Die Basis für einen gesunden und leistungsfähigen Körper

Entgiftungskuren helfen Ihrem Körper, sich von Schadstoffen wie Schwermetallen und Umweltgiften sowie Stoffwechselabfällen zu befreien. Sie setzen zusätzliche Energien frei, erleichtern das Abnehmen, lindern Verdauungsbeschwerden und schaffen Abhilfe bei Stress und chronischen Erkrankungen. Viele machen zweimal jährlich eine Entgiftungskur oder Ausleitungskur, um die gesundheitlichen Vorteile bestmöglich zu nutzen.

Wann ist eine Entgiftungskur sinnvoll?

Ausleitungskuren unterstützen Ihren Körper bei der Ausscheidung von Giftstoffen und tragen zur Entlastung der Stoffwechselorgane bei. Obwohl die hauptsächlichen Entgiftungsorgane wie Niere, Leber, Lunge, Darm und Haut in der Regel sehr leistungsfähig sind und Teil eines hervorragenden Entgiftungssystemes sind, werden heutzutage oft übermäßige Mengen an Giftstoffen aufgenommen.

Verschiedene Belastungsfaktoren sind zum Beispiel der Anstieg von Schadstoffen in Lebensmitteln, tägliche Umweltbelastungen, eine ungesunde Ernährungweise mit viel Fett, Zucker und Fertigprodukten, übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss sowie zunehmender Stress im Alltag. Aufgrund dieser Faktoren stößt das körpereigene Entgiftungssystem oftmals an seine Grenzen und benötigt daher etwas Unterstützung.

Unser Körper gibt Hinweise, wenn er zu hohen Belastungen ausgesetzt ist.

Die typischen Symptome hierfür sind zum Beispiel Schlappheit und eine erhöhte Infektanfälligkeit sowie Magen-Darm-Beschwerden und psychische Probleme wie Gereiztheit und Schlaflosigkeit. Außerdem gibt es bestimmte Situationen, nach denen eine Entgiftungskur eingelegt werden sollte. Das beste Beispiel hierfür ist die Entfernung von Amalgam-Füllungen durch den Zahnarzt. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen werden hierbei nämlich Schwermetalle freigesetzt, die sich im Körper ablagern können. Es ist daher wichtig, diese Giftstoffe unverzüglich und wirkungsvoll, jedoch gleichzeitig schonend auszuleiten.

Wie läuft eine Entgiftungskur ab?

Bei einer Entgiftungskur konzentrieren Sie sich auf die Bedürfnisse Ihres Körpers und unterstützen ihn bestmöglich in seiner täglichen Arbeit. Neben den Vorgaben der jeweiligen Entgiftungskur können Sie eine Ausleitungskur mit Anwendungen wie Massagen und Bädern unterstützen. Auch werden Spaziergänge an der frischen Luft, Entspannungsübungen und Saunagänge empfohlen. Außerdem sollten Sie sich ausreichend Zeit für sich selbst nehmen und auf ausreichend Schlaf achten. Zudem können Sie zweimal jährlich eine vorbeugende Entgiftungskur durchführen, wie im Frühjahr und Herbst oder nach den Weihnachtsfeiertagen, dem Urlaub und der Grillsaison, wenn tendenziell eher ungesund bzw. zu viel gegessen wird. Eine Ausleitungskur hilft dem Körper in seiner Arbeit und unterstützt die Funktion Ihres gesamten Organismus. Die Dauer einer Entgiftungskur kann üblicherweise zwischen 30-40 Tagen in Anspruch nehmen. Da jede Person ihrem eigenen Rhythmus unterliegt und unterschiedliche Bedürfnisse hat sowie auch die Überlastung des Körpers individuell variiert, kann die Dauer der Entgiftung mitunter etwas länger dauern.

Welche Vorteile hat eine Entgiftungskur?

Eine Entgiftungskur wirkt sich im Allgemeinen positiv auf Ihr Wohlbefinden aus. Es können innere Anspannung und Stress reduziert werden, so dass Sie sich ruhiger und ausgeglichener fühlen. Außerdem hat eine Kur häufig ein aufmerksameres Essverhalten zur Folge. Vielen denken zum Beispiel gar nicht daran, wie viele Kleinigkeiten man zwischendurch isst und welche "schlechten" Gewohnheiten man sich im Laufe der Zeit angeeignet hat. Dieses bewusstere Essverhalten vermeidet Völlegefühle, entlastet die Stoffwechselorgane und reduziert die allgemeine Müdigkeit. Außerdem ist eine Entgiftungskur der ideale Einstieg in ein Abnehmprogramm, denn während der ersten Tage verlieren Sie in der Regel einiges an Gewicht. Diese ersten Erfolge können Sie dazu motivieren, weiter zu machen.

Fazit

Eine Entgiftungskur kann Gesundheit und Wohlbefinden fördern sowie zusätzliche Energie und Motivation zur Folge haben. Sie kann zudem den Einstieg in eine bewusstere und ausgeglichenere Lebensweise bedeuten.

Unser Stoffwechsel

BLOGBEITRAG ZUM NACHÖREN

Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness

Grundbaustein aller lebenswichtigen Vorgänge im menschlichen Körper

Der menschliche Stoffwechsel, oder auch Metabolismus genannt, hält Ihren Körper am Leben. Aber wie genau funktioniert der Stoffwechsel, welche Aufgaben muss er erfüllen und wie sorgt man besten dafür, dass er funktionsfähig bleibt? Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte zum Thema Stoffwechsel erklärt und wie Sie am besten erkennen können, ob Sie einen gesunden Stoffwechsel haben.

Definition von Stoffwechsel

Oftmals wird der menschliche Stoffwechsel als der Prozess verstanden, der einen dünn oder dick werden lässt. Im alltäglichen Gebrauch ist das nicht falsch, aber der Stoffwechsel kann noch viel mehr. Der Stoffwechsel ist beinahe für alle biochemischen Vorgänge verantwortlich, die in einem Organismus ablaufen. Dabei werden Stoffe aufgenommen, beispielsweise durch Nahrung, transportiert und in Endprodukte umgewandelt. Das wäre beispielsweise unsere Energie. Die Steuerung des Stoffwechsels übernehmen dabei Enzyme, Hormone und Nährstoffe.

Was ist der Unterschied zwischen anabolem Stoffwechsel und katabolem Stoffwechsel?

Durch diese beiden Arten kann der gesamte menschliche Stoffwechsel beschrieben werden. Der anabole Stoffwechsel zeichnet sich aus durch Reaktionen, die unter Energieverbrauch körpereigene Stoffe aufbauen. Damit wird also etwas erschaffen. Der katabole Stoffwechsel hingegen sorgt für den Abbau von chemisch komplexen Nahrungsstoffen, die Energie liefern sollen. Damit sind beispielsweise die Ernährung und Verdauung gemeint, die für die Energieversorgung im Körper verantwortlich sind.

Wie funktioniert der Stoffwechsel bei gesunden Menschen?

Zunächst muss Nahrung vom Menschen aufgenommen werden, welche in die Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine und Mineralien eingeteilt werden können. Dabei ist jeder dieser Nährstoffe für andere Prozesse im Körper verantwortlich, weshalb eine ausgewogene Ernährung so wichtig ist. Eiweiße bestehen aus essenziellen Aminosäuren, die teilweise vom Körper selbst hergestellt werden, teilweise aber auch supplementiert werden müssen. Aminosäuren sind wichtig für den Stoffwechsel, da daraus ein Großteil der Energie gewonnen wird. Man sollte in etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Körpergewicht täglich zu sich nehmen, um den Aminosäure-Spiegel optimal zu halten. Nach der Verwendung des eingenommenen Eiweißes, entsteht Ammoniak, welcher als ungiftiger Harnstoff durch den Urin ausgeschieden wird. Vitamine sind essenzielle Stoffe für einen gesunden Stoffwechsel und ein gesundes Immunsystem. Es wird unterschieden zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen. Vor allem Vitamin E, D, K und A sind wichtig, da sie bei der Proteinsynthese beteiligt sind, also der Verarbeitung von Eiweiß. Mineralien und Spurenelemente sind wichtig für gesunde Knochen und den Blutstoffwechsel, somit sollte hierbei ebenfalls darauf geachtet werden, dass genügend davon eingenommen wird. Eine Überdosierung bei Vitaminen und Mineralien ist sehr unwahrscheinlich, da überschüssige Nährstoffe und deren Reststoffe vom Körper ausgeschieden werden.

Was passiert mit dem Stoffwechsel bei kranken Menschen?

Eine Störung des Stoffwechsels kann vielfältige Gründe haben. Es gibt angeborene Störungen, aber auch erworbene, die beispielsweise durch Drogen oder Alkohol verursacht wurden. Bei längerfristigen Stoffwechselstörungen wird das Immunsystem geschwächt und die Vitalität nimmt ab. Es gibt verschiedene Symptome, die sich dabei äußern. Im Folgenden sind die häufigsten aufgelistet:

  • Bauchschmerzen
  • Durchfall
  • Verstopfungen
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Allgemeine Erschöpfung
  • Schwindel und Kreislaufbeschwerden

Selbstverständlich sind die Symptome kein Ersatz für einen ärztlichen Befund. Sollten allerdings einige von diesen Symptomen auf Sie zutreffen, sollten Sie sich bei einem Arzt testen lassen, um mögliche Spätfolgen zu vermeiden.

Wie kann man eigenen Stoffwechsel ankurbeln?

Es gibt einige Aspekte, wie beispielsweise eine ausgewogene Ernährung oder ein gesunder Lebensstil, die die Funktionen Ihres Stoffwechsels unterstützen können. Sie sollten täglich genügend Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Kaltes Wasser ist optimal für die Stoffwechselanregung, da der Körper mehr Energie aufwenden muss, um es auf Körpertemperatur zu erwärmen. Grüner Tee ist ebenfalls sehr gut geeignet weil es bei der Fettverbrennung hilft. Natürlich sollten Sie Sport nicht unterschätzen, körperliche Betätigung den Stoffwechsel ankurbelt. Eine Kombination aus Krafttraining oder Cardio ist besonders empfehlenswert. Zu guter Letzt sollten Sie Ihre Schlafqualität überprüfen. Bei unregelmäßigem oder schlechtem Schlaf wird der Körper in einen Stresszustand versetzt, wodurch vermehrt Cortisol ausgeschüttet wird. Dies verhindert die Fettverbrennung und Ihr Stoffwechsel wird langsamer.

Allergien - Teil I

BLOGBEITRAG ZUM NACHHÖREN

Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness

Symptome und Auswirkungen

Tränende Augen, laufende Nase und lästiger Juckreiz - die Symptome einer Allergie sind besonders unangenehm und schränken uns im Alltag ein. Wer regelmäßig unter Allergien leidet, hat auch mit Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten zu kämpfen. Solche Allergieschübe laugen uns regelrecht aus. 

Woher eine Allergie rührt, hat ganz unterschiedliche Ursachen: Sowohl die Katze, die Nüsse im Salat als auch die Pollen im Frühjahr können für den Allergieschub verantwortlich sein. Doch was passiert bei einer Allergie eigentlich genau? Und was hat der Stoffwechsel damit zu tun?

 

Wie entsteht eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert unser Organismus mit Abwehr auf körperfremde Substanzen. Das kann in Form von Niesen, Juckreiz, Schwellungen, tränenden Augen, Atemnot oder Magen-Darm-Beschwerden geschehen. Im Grunde handelt es sich um eine Fehlinterpretation unseres Immunsystems.[1] Unser Immunsystem überprüft unaufhörlich, ob es sich bei aufgenommenen Substanzen aus unserer Umwelt um schädliche oder unproblematische Stoffe handelt. Identifiziert unser Immunsystem die körperfremde Substanz fälschlicherweise als potentiellen Krankheitserreger, schlägt das System Alarm. 

Allergietypen

Wie wir auf bestimmte Allergene reagieren, hängt wesentlich von unserem Allergietyp ab. Insgesamt gibt es vier verschiedene Allergietypen: [2] 

Allergietyp 1: Dieser Allergietyp wird auch als "Soforttyp" bezeichnet. Rund 90% gehören dem Allergietyp 1 an. Ob Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie oder Nahrungsmittelallergie - die Liste ist lang. 

Allergietyp 2: Die zytotoxische Form kommt selten vor. Die Allergie wird durch bestimmte Medikamente oder transfundiertes Blut ausgelöst. 

Allergietyp 3: Diese allergische Reaktion vom Arthus-Typ ist durch die Bildung von Immunkomplexen (Antigenen + Antikörpern) geprägt. Diese Form führt zu allergischen Entzündungsreaktionen im Körper. 

Allergietyp 4: Dieser Allergietyp äußert sich erst später. Mehrere Tage können zwischen dem Kontakt mit einem Allergen und den ersten Allergiesymptomen vergehen. 

 

Was haben Allergien mit unserem Stoffwechsel zu tun?

Bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten wirken sich besonders ungünstig auf den Darm aus. [3] Im Darm entstehen allergische Entzündungsreaktionen und Bauchschmerzen. Durchfall oder Blähungen können die Folge sein. Allergien und Verdauung sind also eng miteinander verwoben.

Um diesen Zusammenhang zu verstehen, müssen wir noch einen Schritt weiter gehen: Wir müssen uns die Verstoffwechselung ansehen. Die Verdauung ist nur eine Vorstufe für die Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. Der Stoffwechsel bildet sozusagen die Grundlage aller lebenswichtigen Vorgänge im Körper und umfasst alle biochemischen Prozesse, die in den Zellen ablaufen. Wird unser Stoffwechsel durch schlechte Ernährung, wenig Bewegung oder bestimmte Erkrankungen in seiner Funktion einschränkt, geht das häufig mit weniger Wohlbefinden im Alltag einher. Ein schlechter Stoffwechsel äußert sich häufig durch Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Unverträglichkeiten. Ein möglicher Zusammenhang mit dem Stoffwechsel muss allerdings noch weiter erforscht werden.