Blutdruck

BLOGBEITRAG ZUM NACHHÖREN

Von Vanessa Garmisch

Autorin für Gesundheit, Beauty und Wellness


Das Blut versorgt Ihren Körper mit Nährstoffen, wichtigen Salzen und Sauerstoff. Gleichzeitig transportiert das Blut Stoffwechselprodukte und Kohlendioxid ab. Damit dieser Kreislauf funktioniert und alle Regionen Ihres Körpers erreicht werden, ist der Blutdruck als Folge Ihrer Pumpleistung Ihres Herzens ausschlaggebend. Die linke Herzkammer zieht sich zusammen und das Blut wird in die Hauptschlagader gepumpt. Dieser obere Blutdruckwert wird als "systolischer" Wert bezeichnet. Die Herzkammer entspannt sich wieder und füllt sich langsam mit Blut. Hier sprechen Ärzte vom "diastolischen" Blutdruck, also vom unterem Wert.

Wann ist der Blutdruck im Normalbereich?

Optimale Blutdruckwerte sind, wenn der systolische Wert 120 bis 129 mmHg* und der diastolische Wert zwischen 80 und 84 mmHg beträgt. Mediziner definieren Bluthochdruck - auch Hypertonie genannt - ab einem systolischen Wert von 140 mmHg und einen diastolischen Wert von 90 mmHg.

Volkskrankheit Hypertonie

Hoher Blutdruck verursacht lange Zeit keine Schmerzen. Unbehandelt hat die Hypertonie schwerwiegende Folgen. Bluthochdruck gilt in Europa als Volkskrankheit Nummer Eins. Hoher Druck bedeutet hohes Risiko. Die arterielle Hypertonie steigert das Risiko, an Arteriosklerose - umgangssprachlich besser als Aterienverkalkung bekannt - zu erkranken. Dadurch kommt es an der Innenschicht der Gefäße zur Einlagerung von Fett- und Kalkteilchen. Der Gefäßdurchmesser wird immer kleiner, die Elastizität der Gefäße geht zurück. Die Ablagerungen können irgendwann aufreißen und in den Blutstrom gespült werden. Ein Blutgerinnsel bildet sich und verschließt zur Gänze das Gefäß. Im schlimmsten Fall kommt es zu lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie Schlaganfall und Herzinfarkt. 

Risikofaktoren für Bluthochdruck:

- Rauchen

- Alkohol

- Koffein

- Zu viel Salz in Fertigprodukten

- Erhöhter Blutzucker

- Übergewicht

- Zunehmendes Alter

- Körperliche Inaktivität

- Herzgefäßerkrankungen in der Familie

- Psychosozialer Stress

- Niedriges HDL-Cholesterin

- Hohes LDL-Cholesterin

Verschiedene Hypertonieformen

Unterschieden wird zwischen der primären oder essentiellen Hypertonie - deren Entstehung oft ungeklärt ist - und der sekundären, der organgebundenen Hypertonie. Bei der sekundären Hypertonie besteht eine auslösende Erkrankung oder Veränderung bestimmter Organe, wie beispielsweise Erkrankungen der Nieren, des Herzens, der Gefäße oder Hormonstörungen.

 

Wenn der Druck zu niedrig ist

Ein Blutdruckwert unterhalb von 100/60 mmHg wird als "Hypotonie" bezeichnet. Wie beim Bluthochdruck (Hypertonie), wird auch bei der Hypotonie zwischen einer primären und der sekundären Hypotonie unterschieden. Als dritte Art ist die "orthostatische" Hypotonie bekannt. Dabei kommt es zum Absacken des Blutes in die Beine beim Übergang vom Liegen zum Stehen. Typische Symptome sind Schwindel, Kopfschmerzen und kalte Füße sowie Hände.

Blutdruck auf natürliche Weise normalisieren

Fast jeder zweite Herzinfarkt oder Schlaganfall könnte verhindert werden, wenn der Blutdruck regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf behandelt würde. Sie selbst können mit einem gesunden Lebensstil, mit viel Bewegung, einer ausgewogenen, salzreduzierten Ernährung und eventuell einer Reduktion des Körpergewichtes einen wertvollen Beitrag für Ihre Gesundheit leisten.

 

 

 

* mmHG : Der Blutdruck wird in der Einheit „Millimeter Quecksilbersäule“ gemessen, abgekürzt mmHg. Die Messwerte werden stets paarweise angegeben. Dabei steht der höhere systolische Wert vorn und der niedrigere diastolische Wert hinten. einen diastolischen Blutdruck von 88 mmHg.

 

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